mineralienbestimmung


Oft tauchen Fragen bezüglich mineralischer Beifunde auf, oder es besteht Unsicherheit, ob das gefundene "Gold" auch echtes Gold ist. In der Mineralogie gibt es viele Methoden, um verschiedene Mineralien unterscheiden zu können. Einige einfach durchzuführende Tests werden hier beschrieben. Mit Hilfe der Strichfarbe, der Mohnshärte und Dichte sowie Magnetismus, lassen sich die häufigsten Funde einordnen. Hier Findet ihr eine Liste einiger Mineralien sowie einiger Eigenschaften.

Strichfarbe


Die Strichfarbe wird getestet, indem das zu prüfende Mineral über eine raue Keramikplatte gerieben wird. Da Keramik äußerst hart ist, wird eine kleine Schicht des Minerals abgerieben (Mineral wird somit minimal beschädigt) und hinterlässt einen Strich auf der Keramikplatte. Die so entstandene Farbe ist charakteristisch für jedes Mineral und kann teilweise von der optischen Erscheinung des Kristalls abweichen (Granat ist manchmal rötlich/rot und hat eine weiße Strichfarbe). Auf dem oberen Bild ist rechts eine kleine Keramikplatte, diese Platten können im Fachhandel für kleines Geld erworben werden. Alternativ geht auch die raue, unglasierte Unterseite von Haushaltskeramik wie z.B. der Keramik Mörser auf der linken Seite (Teller o.Ä. geht auch).

Auf dem rechten Bild sind die Strichfarben von drei Mineralien zu sehen. Der obere, schwarz Strich wurde mit Pyrit gezogen. Der mittlere Strich, ebenfalls schwarz, stammt von Magnetit. Unten wurde ein roter Strich mit Hämatit gezogen. Da Gold so duktil ist, lässt sich davon nur sehr schwer etwas abreiben. Die Strichfarbe ist gelb/gold.


Mohnshärte


Die Mohnshärte teilt die Mineralien in eine Skala von 1 - 10 ein. Es gibt für jeden Härtegrad Mustermineralien und die Mohnshärte lässt sich auch ohne Werkzeug bestimmen.

 

Mohnshärte Skala

 

1  Talk       mit Fingernagel schabbar

2  Gips      mit Fingernagel ritzbar

3  Calcit    mit Kupfermünze ritzbar

4  Fluorit  mit Taschenmesser leicht ritzbar

5  Apatit    gerade noch mit Taschenmesser ritzbar

6  Feldspat mit Stahlfeile ritzbar

7  Quarz    ritz Fensterglas

8  Topaz

9   Korund

10 Diamant

 

Auf dem linken Bild sind typische Prüfstifte zu sehen. Die jeweilige Mohnshärte ist auf jedem Stift eingeprägt. Die Prüfstifte sind mit Spitzen aus unterschiedlichen Mineralien gefertigt und erleichtern so die Bestimmung. Hierbei wird mit aufsteigender Härte geprüft, bis ein Stift schließlich das Mineral ritzt. Das Mineral weißt dann die Härte des letzten nicht ritzenden Stiftes auf. Die Prüfstifte können ebenfalls im Fachhandel bezogen werden.

 

Dichte


Die Dichte berechnet sich aus dem Gewicht, geteilt durch das Volumen eines Körpers. Das Gewicht lässt sich relativ leicht durch eine Waage ermitteln. Das Volumen lässt sich bei unregelmässigen Körpern nicht ohne Weiteres bestimmen. Bei grösseren Körpern kann das archimedische Prinzip angewendet werden. Die Vorgehensweise wird in diesem Video erklärt.

Magnetismus


Mit Hilfe eines Magneten, lässt sich bestimmen, ob ein Mineral magnetisch ist. Oftmals kann auch dieser Hinweis bei der Mineralbestimmung hilfreich sein. Ein magnetisches Begleitmineral, welches sehr häufig gefunden wird ist Magnetit.