Begriffserklärung


Bedrock

Bedrock ist die englische Bezeichnung für Untergrundfelsen. In kleineren und mittleren Bachläufen befindet sich auf dem Untergrundfels meist eine, bis zu mehreren Metern dicke Geröllschicht aus Sand und Bachkieseln. An manchen Stellen liegt der Untergrundfels auch frei. Beim Goldwaschen ist es meist sehr lohnenswert den Bedrock und dessen Spalten zu untersuchen. Auf dem Bedrock, vor allem in Spalten kann sich sehr viel Gold ansammeln.



Black Sand

Black Sand ist die englische Bezeichnung für die eisenhaltigen, schwarzen Schwermineralien Hämatit und Magnetit. Aufgrund ihrer hohen Dichte und Häufigkeit, dienen sie als guter Indikator für eine lohnenswerte Stelle. Wo sich viel Black Sand angereichert hat, reichert sich gewöhnlich auch Gold an.



Gleithang

Das Kurveninnere einer Flusskurve wird als Gleithang bezeichnet. Hier herrscht im Vergleich zur Kurvenaussenseite (Prallhang) eine verminderte Strömung. Deshalb wird an der Kurveninnenseite Material abgelagert. Am Prallhang wird hingegen Material abgetragen.



Flussseife / Goldseife / Alluviale Seife

In der Geologie bezeichnet eine Seife eine (Sekundär)Anreicherung von Steinen, Geröll und Schwermineralen, welche sich aufgrund ihrer hohen Dichte natürlich im Fluss abgelagert hat. Das Material wurde dabei durch die Strömung sortiert und an beruhigten Bereichen abgesetzt.



Nagelfluh

Konglomeratgestein welches aus ehemaligem Fluss- und Gletschergeschiebe entstanden ist. Charakteristisch ist das Vorkommen von gerundeten Kieseln und Steinen in gemischter Größe, welcher in einer Matrix aus Bindemittel (ähnlich Beton) eingeschlossen sind. Entstanden durch den Druck der überdeckenden Gesteinsschichten.



Prospektion / prospektieren

Als Prospektion wird die Suchen nach Gold im kleinen Stil (Schaufel, Pfanne, Sieb) bezeichnet. Dies kann sowohl die Suche nach neuen, goldführenden Gewässern/Gebieten, als auch die Suche nach lohnenswerten Stellen an bekannten Gewässern bedeuten. Da man üblicherweise nur kurz an einer Stelle testet und viele Ortswechsel durchführt, sollte die Ausrüstung leicht und handlich sein.



Pyrit

Pyrit gehört als Eisen-Schwefelmineral zu den Schwermineralen und tritt sehr häufig an Goldvorkommen auf. Pyrit wird auch Katzen- oder Narrengold genannt und die Summenformel ist FeS2. In manchen Vorkommen kann Pyrit einen geringen Anteil Gold besitzen, welches Abgebaut wird. Aufgrund des gelben, metallischen Glanzes kann es mit Gold verwechselt werden (deswegen Narrengold). Jedoch unterscheiden sich die physikalischen Eigenschaften deutlich. Pyrit besitzt eine geringere Dichte (ca. 5 g/cm3) und ist nicht duktil. D.H. unter mechanischer Belastung verformt sich Pyrit nicht (Gold schon), sondern zerbröselt.



Schwermineral

Als Schwermineral werden Minerale bezeichnet, welche eine höhere Dichte als 2.9 g/cm3 besitzen. Neben Edelmetallen und Edelsteinen sind in Waschgoldlagerstätten häufig die schwarzen Eisenminerale Hämatit (Fe2O3), Magnetit (Fe3O4) und Pyrit (FeS2) anzutreffen. Aufgrund ihrer Farbe werden sie auch häufig als Black Sand bezeichnet. Da die Minerale so häufig auftreten, dienen sie als guter Indikator um goldhöffige Stellen zu erkennen. Beim Umgang mit unbekannten Schwermineralen ist Achtung geboten. Viele dieser Minerale können gesundheitsgefährdend, giftig oder sogar radioaktiv sein!!! Z.B.:

Bleioxid: weiße Schicht auf Anglerblei oder anderen Bleistücken im Wasser.

Quecksilber: silberne bis graue, pastöse Masse, kann als Tropfen gefunden werden welcher Goldflitter zusammenkleben lässt.